Kingsman – The Golden Circle Kritik

Kingsman - The Golden Circle Kritik

Hat Kingsman – The Golden Circle das typische Nachfolger Problem? Oftmals nimmt die Qualität bei Filmreihen von Teil zu Teil ab. Ob das allerdings bei Kingsman auch der Fall ist, klären wir in diesem Review. 

Kingsman – The Secret Service entpuppte sich 2015 als einer der Überraschungshits. Durch Witz, Action und reine Brutalität haben sich die Kingsman in so einige Herzen der Zuschauer geballert. Am 21.09. startet nun die Fortsetzung Kingsman – The Golden Circle. Auch beim zweiten Auftritt von Eggsy (Taron Egerton) und Merlin (Mark Strong) nimmt, wie bereits beim Vorgänger,  Matthew Vaughn auf dem Regiestuhl Platz.

Das bereits im ersten Teil von Kingsman gebaute „Fundament“ wurde hier von Vaughn und seinem Team mit großartigen neuen Ideen weiter ausgebaut. Kingsman 2 ist ein genialer, großartiger und absurder Agentenfilm, der sich seiner Coolness zu jeder Zeit bewusst ist. Auch in diesem Teil bringt man wieder genug Mut mit  unliebsame Entscheidungen zu treffen, was dem Zuschauer die Charaktere mehr und mehr ans Herz wachsen lässt.

Agent Galahad, sie werden reaktiviert! Vor knapp einem Jahr hatte Eggsy (Taron Egerton) die Welt gerettet und eigentlich könnte es sowohl beruflich als auch privat gar nicht besser laufen. Doch schnell wird er von seiner Vergangenheit eingeholt. Während Eggsy sich zum Dinner bei den Eltern seiner Freundin befindet, werden die Geheimverstecke der Kingsmen angegriffen. Somit bleibt ihm und Merlin (Mark Strong) nur noch die Flucht in die USA.  In den USA hoffen sie auf Hilfe, denn auch dort gibt es ein Kingsman-Gegenstück, die sogenannten Statesmen. Mit neuen Verbündeten gilt es, eine globale Bedrohung auszuschalten und Eggsy trifft jemanden, mit dem er nun wirklich nicht gerechnet hätte.

Durch den Settings-Wechsel in die USA bietet sich ein breites Feld an neuen Möglichkeiten, die Matthew Vaughn durch gekonntes Weiterspinnen der Charaktere und die Anreicherung neuer Ideen super in den Film integriert. Durch Poppy Admas, die von Julian Moore großartig verkörpert wird, tritt den Kingsman eine neue Widersacherin entgegen. Diese könnte zwar dank ihres 50er-Jahre-Hausfrauenlooks nicht unschuldiger aussehen, doch spätestens wenn sie Menschen an ihre Roboterhunde verfüttert, wird klar, dass mit ihr nicht zu spaßen ist.  Wo der erste Teil noch Witze auf Kosten der britischen Eigenheiten gemacht hat, wird dieses mal der Fokus auf die amerikanischen Kollegen der Statesmen gelegt. Mit Channing Tatum, Pedro PascalJeff Bridges und Halle Berry kommen viele neue Figuren hinzu, dennoch bleibt das Hauptaugenmerk auf die Kingsmen gerichtet und gerade Egerton merkt man an, dass er sich in seiner Rolle sichtbar wohlfühlt.

Doch leider hat Kingsman – The Golden Circle auch ein paar kleine schwächen. Gerade zu Beginn des Films wird krampfhaft versucht den ersten Teil zu übertreffen. Die zwar coole Actionsequenz am Anfang zieht sich allerdings etwas. Auch bei den Charakteren gibt es hier und da einige kleine Schwächen. So herrlich abgedreht Julian Moore die Schurkin Poppy auch spielt, so flach ist der Charakter ausgefallen. Obwohl der zweite Teil länger als Kingsman – The Secret Service ist, erfahren wir nicht wirklich viel über Poppy und den Golden Circle. Auch die Charakterwendungen einiger Randfiguren und deren Motivationen sind hier und da nicht ganz nachvollziehbar und wirken sprunghaft. Aber das scheint vernachlässigbar, da vor allem die zentralen Figuren unglaublich sympathisch gezeichnet sind und überzeugen.

 

Hier muss nun angemerkt werden, dass es sich um Jammern auf sehr hohem Niveau handelt, denn  Kingsman – The Golden Circle überzeugt mit liebenswerten Figuren, emotionalen Momenten und verbreitet wieder einmal so richtig gute Laune. Man merkt, dass mit Matthew Vaughn jemand die Regie übernommen hat, der weiß wie man einen runden Film macht. Einen Wunsch haben wir nun noch: mehr Teile und bitte auch noch mehr Comics! Sollten wir vom Kingsman noch einige Teile bekommen, kann James Bond wirklich in Rente gehen und wir haben eine Franchise, das vermutlich mit jedem Schauen kultiger wird.

 

Ausgezeichnet: Ein Film mit dieser Bewertung ist sehr gut und absolut empfehlenswert, da er kaum Schwachpunkte aufweist und in allen Belangen überzeugt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.