Oculus Rift: I Expect You To Die

I expect you to die Screenshot 1

Bond: Erwarten Sie von mir, dass ich rede?

Goldfinger: Nein Mr. Bond ich erwarte von Ihnen, dass sie sterben!*

… und sterben werden wir oft, sehr oft. In I Expect You To Die spielen wir einen Agenten, der James Bond in nichts nachsteht und versuchen die Pläne von Dr. Zor zu verhindern!

Schell Games hat 2016 mit der Veröffentlichung von I Expect You To Die die Atmosphäre der alten James Bond Filme mit dem Spielprinzip der aktuell sehr populären Escape-Rooms verknüpft. Somit wurde ein Spiel erschaffen in dem wir uns als Geheimagent aus einer Reihe von brenzligen Situationen befreien müssen, damit wir die Pläne des Superschurken Dr. Zor durchkreuzen können. In einer Sache stehen wir James Bond dann aber doch nach, das für Oculus Rift und die Oculus Touch Controller erschiene Spiel wird im Sitzen gespielt. Das hat zur Folge, dass es kaum zu Motion Sickness kommt. Es ist zwar möglich die Rätsel im Stehen zu lösen, doch durch die Gestaltung der Räume wird schnell klar, dass der Agent immer sitzt.

Bei I Expect You To Die handelt es sich um ein klassisches Try-and-Error Spiel, in dem es zwar verschiedene Lösungsmöglichkeiten gibt, diese jedoch erst noch gefunden werden müssen. So kann es schon mal passieren, dass wir nach erfolgreichen lösen eines Rätsels plötzlich von einem mechanischen Bären mit einem Dynamitpfeil beschossen werden. Jetzt ist schnelles Handeln gefordert. Um an alle Gegenstände des Escape-Rooms zu gelangen, stehen uns glücklicherweise telekinetische Kräfte zur Verfügung. Dabei wird deutlich, wie gut die Steuerung auf die neu erschienen Bewegungs-Controller Oculus Touch zugeschnitten wurde.

Das ständige Greifen, Ziehen und Drehen von Hebeln und Werkzeugen geht instinktiv von der Hand. Die beiden Sensoren erfassen größtenteils alle Bewegungen und Aktionen, wie das Greifen nach vorn oder zur Seite nach Objekten, das Öffnen allerlei Klappen oder das Drehen von Rädchen. Komplett nach hinten muss man sich kaum drehen, also landet man dort auch nicht im toten Winkel der Sensoren. Wenn ein wichtiges Objekt direkt vor einem auf dem Boden liegt, kann es aber schon einmal passieren, dass die Sichtlinie unterbrochen wird und die virtuellen Handschuhe ein wenig zucken, herumspinnen oder hängen bleiben. Alternativ lässt sich das Spiel auch mit dem Xbox One Controller oder der Maus bedienen, auch das klappt recht passabel, am meisten Spaß und immersivsten ist es aber mit den Touch Controllern.

Durch die super gestalteten Räume sowie den kleinen versteckten Hinweisen und Funktionen macht das Spiel riesigen Spaß. So will man nicht nur die Rätsel lösen, sondern kann sich auch erst einmal in Ruhe eine virtuelle Zigarre anzünden und die Schauplätze begutachten. Leider ist es unserem Agenten nicht möglich während einer Mission zu speichern. Demzufolge kann es schon einmal vorkommen, dass wir das gleiche Rätsel wieder und wieder lösen, da wir an einer anderen Stelle scheitern. Dieses Scheitern wird dann noch von einer wunderbar eingesprochenen Stimme aus dem Off kommentiert und gibt dem Spiel so eine gewisse Lockerheit. Hätten die Entwickler diese Einschränkung nicht vorgenommen, wäre das Spiel mit seinen gerade mal 4 Missionen und einer Spielzeit von ca. 2 Stunden noch kürzer ausgefallen. Nach dieser Zeit haben wir nur noch die Möglichkeit weitere Easter Eggs zu finden oder die globalen Bestzeiten zu schlagen. So bleibt nur zu hoffen, dass per Update noch weitere Missionen den Weg ins Spiel finden.

*Zitat aus dem 1964 erschienen Bond Film Goldfinger

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